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#wirwolleniskari3

Es schlägt dieser Tage große Wellen, dass der dritte Teil der Isakri-Reihe nicht mehr übersetzt werden soll. Anscheinend war die Nachfrage nach dem zweiten Band derart gering, dass sich der Heyne Verlag zu diesem Schritt entschlossen hat.
Da ich noch nicht so lange Fantasy lese, ein Genre, das vielfach aus mehrbändigen Geschichten besteht, ist es mir bisher noch nie passiert, dass Reihen einfach nicht weitergeführt werden. Ich verstehe natürlich einerseits die LeserInnen, die sich erst eine Reihe kaufen, wenn sie vollständig erschienen ist. Dann ist die Enttäuschung nicht so groß oder auch gar nicht vorhanden, wenn ein Verlag eine derartige Entscheidung trifft.
Andererseits verstehe ich diese LeserInnen aber auch nicht, denn wenn ihnen angenommen schon der erste Teil nicht gefallen würde, haben sie eventuell schon die ganze Reihe auf einmal gekauft und nun Bücher im Regal, die sie nie womöglich nie lesen werden. Oder sie verkaufen die Reihe aus diesem Grund und schon hat ein Interessent gebrauchte Bücher erstanden, von denen der Verlag natürlich auch nicht profitiert.
Ich denke, die ultimative Lösung dafür gibt es nicht, denn niemand wird sich von seinen Gewohnheiten abbringen lassen. Und das soll sich auch niemand!
Ich persönlich kaufe mir einen Reihenauftakt, da mich der Klappentext und die Story an sich ansprechen und/oder die Leseprobe mich überzeugt. Ich denke gar nicht daran, dass nun theoretisch die Gefahr besteht, dass die Bücher nicht weiter übersetzt werden. Ich könnte auch nie warten, bis alle Teile erschienen sind. Dazu bin ich viel zu neugierig und begierig auf Neues.

Als BWLerin kann ich die Entscheidung des Verlags sogar verstehen. Die Wirtschaftlichkeit steht im Vordergrund. Als leidenschaftliche Leserin nicht. Gehört es nicht zu einem derart großen Verlag, ein vielfältiges Programm anzubieten und auch zu riskieren, dass ein Buch nicht die kalkulierten Verkaufszahlen erreicht? Dafür gibt es doch auch wieder Bücher, die sich enorm verkaufen und diese Nischenbücher mittragen würden.

Ihr merkt, ich finde die Entscheidung des Verlags unendlich traurig. Mir geht es dabei nicht darum, eine unvollständige Reihe im Regal stehen zu haben (auch wenn das Cover des dritten Bandes bestimmt wieder eine Augenweide wäre). Nein, mir geht es eher darum, eine mit Sicherheit zauberhafte und magische Geschichte zu verpassen. Ich könnte sie natürlich auch auf Englisch lesen, doch ich bin mir sicher, dass ich den Zauber und die Magie in meiner Muttersprache besser begreifen und spüren könnte.
Deshalb lieber Heyne Verlag bitte ich Sie, geben Sie sich einen Ruck und machen Sie uns Leser glücklich. Weil doch bald Weihnachten ist.

Liebe Grüße
Steffi

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