Iva Moor: Liminal Creatures
(Werbung – Rezensionsexemplar)
Du bist auf der Suche nach einer Dark-Urban-Fantasy-Story, die anders ist als die Geschichten, die man sonst so liest? Die queer ist, mentale Themen behandelt und einfach so einzigartig ist, dass man sie schwer vergessen kann? Dann herzlichen Glückwunsch, du hast sie gefunden. ‚Liminal Creatures‘ von Iva Moor ist genau das, was du suchst. Queer, tiefgehend, einzigartig kreativ.
Zugegebenermaßen fiel mir mein Start ins Buch gar nicht so leicht. Die Ausgangssituation und die Konstellation der Figuren waren für mich nicht so einfach zu durchschauen. Trotz eines Personenverzeichnisses zu Beginn des Buchs. Limbus, Psychai, Succubi, Musen, Grazien.. Doch das hat sich schnell gelegt und je weiter die Story fortgeschritten war, desto besser habe ich die Zusammenhänge verstanden. Und die Kreativität hinter der Geschichte geliebt!
Allerdings muss ich sagen, dass mir anfangs der Fokus zu sehr auf S*x gelegen hat, auf Lust und Begehren. Das hat es für mich ein bisschen einseitig gemacht und die tiefgehenden Thematiken etwas verwässert. Doch das hat sich schließlich auch geändert und ab da konnte ich die Geschichte richtig genießen.
Der Cast von ‚Liminal Creatures‘ ist dabei so divers, wie ich mir das von viel mehr Büchern wünschen würde. Bi- und Ace-Repräsentation und Neopronomen fühlen sich so natürlich an, wie es sein sollte. Progressivität in ihrer besten Form. Schon allein deswegen ist dieser Einzelband zu empfehlen.
Weiterhin spielt Musik eine große Rolle. Ich habe keinen musikalischen Hintergrund, habe die Beschreibungen aber doch fühlen können. Jede Note, jedes Riff, jede Vocal Line. Und auch die Liebe, die die Protagonisten zur Musik haben, wie sie sich damit ausdrücken können, Ballast von der Seele schreiben, spielen, singen!
Nicht nur wegen der Thematisierung von psychischen Erkrankungen, auch wegen der Dämonen und des Limbus sind manche Szenen mitunter sehr hart und ehrlich, und nicht für jede*n die richtige Wahl. Abhilfe schafft, dass vor jedem (!) Kapitel Content Notes stehen, die dich beurteilen lassen, ob du die folgenden Seiten gerade lesen kannst oder ob ein anderer Tag womöglich besser dafür wäre. Das ist ein Bonus, der dem Buch mehr als gerecht wird und zeigt, dass Iva Moor Mental Health nicht nur zwischen den Seiten wichtig ist.
‚Liminal Creatures‘ ist eine Geschichte, die heraussticht. Wegen der Kreativität der Story, der gelebten Queerness, der tiefgehendenen Auseindersetzung mentaler Gesundheit und dem Spaß, den die Geschichte trotzdem bereitet. 4 Sterne.
Der Limbus ist ein Ort voller Wunder. Dort klammern sich die Psychai – todgeweihte Dämonen – an das Leben, an Begehren, Liebe, Wut, Genuss und Kreativität. Doch der Untergang schwebt stets wie ein Schatten über ihnen – bis eine Melodie der Hoffnung durch den Limbus schwingt.
Musiker Evan steckt in einer Schaffenskrise. Doch als er geheimnisvolle Noten spielt, bieten ihm plötzlich übernatürliche Wesen eine Lösung all seiner Probleme – Cubi, Amore, Grazien, Furien und Musen buhlen um seine Gunst.
Aber die Psychai verfolgen ganz eigene Ziele: Wer den Wettstreit um Evan gewinnt, besiegt das Schicksal – oder verliert alles.
Erschienen bei Ohne Ohren
Einzelband
Autor*in: Iva Moor
ET: 20.10.2025
Seiten: 532
ISBN: 978-3903296886
Eine Bestellmöglichkeit und einen Blick ins Buch gibt’s hier
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