Cate U. Barrett: Die Formel des Lichts
(Werbung – Rezensionsexemplar)
Ich hatte ein bisschen Bammel und konnte gar nicht einschätzen, ob Cate U. Barretts neuester Fantasyroman ‚Die Formel des Lichts‘ meinen Geschmack treffen wird – oder ob es vielleicht doch eine dieser Selfpublisher-Perlen werden könnte? Nach 566 Seiten kann ich sagen: Perle!
Das beginnt bei der Welt, über die Figuren bis hin zu den Werten, die sie vertreten. So ist Protagonist Geon schon 44 Jahre alt (immer her mit den Figuren Ü30!) und verurteilt auf den ersten Seiten die Sklaverei, die in seiner Welt dadurch möglich ist, dass Menschen andere Menschen abwerten, weil ihnen angeblich etwas fehle. Das System dahinter ist sehr patriarchal, in dem Geon, der bisher in den Augen der meisten Menschen nichts Nennenswertes erreicht hat, oftmals belächelt wird. Aber nun steht er an einem Wendepunkt in seinem Leben, denn es ist seine letzte Möglichkeit, die Meisterprüfung abzulegen, als Magier anerkannt und in deren Gilde aufgenommen zu werden. Und die alchemistische Formel, an der er seit 23 Jahren bastelt, steht kurz vor der Vollendung. Das wird sein Meisterstück!
Ich nehme nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass es dann doch nicht ganz so einfach wird. Und schon findet sich Geon auf einer Reise ins Unbekannte wieder, um die verloren gegangene Magie wieder in die Welt zu holen. Ja, sie nennen sich Magier, obwohl sie keine Magie wirken können. Männer..
Geon ist dabei eigentlich immer der liebenswerte und schrullige Gelehrte, der sogar seine Verliebtheit in chemische Prozesse zerlegt und ganz genau beschreiben kann, was denn nun gerade in seinem Körper vor sich geht. Apropos Verliebtheit: Es gibt eine Romance im Buch, die ist aber nicht plotbestimmend – aber mit ein paar expliziteren Szenen. Die hätte es für mich nicht gebraucht, aber Geon schafft es auch hier, alles bis ins Detail zu sezieren. Seine Angebetete ist da weitaus bodenständiger und realistischer und hilft ihm nicht nur einmal aus der Patsche.
Die Welt, in der Geon sein Abenteuer beginnt, befindet sich im Umbruch. Der Zwist zwischen Religion und König spitzt sich zu. Genau deshalb wäre es so wichtig, die Magie wieder in die Welt zu holen, würde sie doch die Position der Magier enorm verbessern. Doch nicht alle seine Reisebegleiter haben die gleichen Ziele wie er..
Die Story ist sehr plotzentriert, die Figuren haben alle Charakter, bleiben aber recht oberflächlich. Umso mehr gefiel mir die Dynamik zwischen Geon und Vianna, die aus verschiedenen Kulturen kommen und viel voneinander lernen können, Vorurteile abbauen – und Gemeinsamkeiten entdecken!
‚Die Formel des Lichts‘ ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an packen konnte. Barretts Sprache ist anspruchsvoll, passt aber sowas von zum Setting und den Figuren darin. Ein Einzelband, der eine üppig beschriebene Welt präsentiert, mit einem Auge fürs Detail. Ich kann es nur empfehlen! 4,5 Sterne.
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Verrückter oder Genie?
Ein brillanter, exzentrischer Alchemist begibt sich auf die gefährliche Suche nach einem uralten Dschungeltempel, um das Geheimnis der verlorenen Magie zu entschlüsseln.
Doch dann erschüttern Zeugnisse der Vergangenheit nicht nur seine Forschung, sondern auch sein Vertrauen in das, was sein Land über sich selber erzählt. Und als ein machthungriger Feldherr die Wahrheit tilgen will, erkennt er: Wissen ist nicht Weisheit.
Und Logik allein kann die Welt nicht retten …
Erschienen im Selbstverlag
Einzelband
Autor*in: Cate U. Barrett
ET: 03.06.2026
Seiten: 566
ISBN: 978-3-6963-5955-3
Eine Bestellmöglichkeit und einen Blick ins Buch gibt’s hier
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