Rezensionen

Shelby Mahurin: Game of Gold

‚Game of Gold‘ von Shelby Mahurin hat mir alles abverlangt. Erst, weil ich nicht verstehen konnte, warum alle Leser*innen dieses Buch so lieben. Und dann, weil ich verstehen konnte, warum alle Leser*innen dieses Buch so lieben.

Was war denn das für ein schwerer Start in die Geschichte? Es lag definitiv nicht am Schreibstil, den mag ich total. Auch wegen des französisch angehauchten Settings, das mir immer eine kleine Louis-XVI-Atmosphäre vermittelt hat. Nein, die Geschichte war mir anfangs wirklich etwas zu verwirrend und gleichzeitig habe ich mich geärgert, dass der Klappentext ziemlich viel verrät. Also wenn du dich von einer Schlüsselszene des Buchs überraschen lassen möchtest, Augen zu beim Wenden des Buchs.

Der Start war also schwierig, es wurde viel in den Raum geworfen, wenig erklärt (vor allem fehlten mir Detail zu den Hexen) und es blieb ziemlich oberflächlich. Meinen Status könnte man als ‚interessiert‘ an der Geschichte beschreiben, und vor allem, da es so viele begeisterte Stimmen zum Buch gibt wollte ich die Flinte nicht ins Korn werfen. Selbst, wenn ich dann vielleicht nicht der Meinung der Mehrheit folgen könnte. Doch völlig abholen konnte es mich nicht.
Tja und dann.. Die 180-Grad-Wendung. Frag mich nicht, aber ab circa 200 Seiten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte hat sich so spannend entwickelt, die Figuren haben einen enormen Schub gemacht, ich bin ihnen näher gekommen und konnte richtig mit ihnen mitfiebern. Viele überraschende Wendungen, emotionale Momente, spannende Szenen, einfach alles, was ich mir von einer mitreißenden Fantasygeschichte erhoffe, wurde mir auf einmal präsentiert. Ich kann es immer noch nicht fasse, wie mich die Story auf einmal gepackt hat!

Lou ist dennoch eine Protagonistin, an die ich mich erst gewöhnen musste. Ich kam zu Beginn nicht so gut mit ihrer kokettierenden Art zu recht, teilweise war sie mir auch ein bisschen zu schamlos. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich zu ihrer wahren Natur vordringen konnte, aber das hat sich allemal gelohnt. Denn mittlerweile liebe ich sie, ihre Loyalität, ihr Herz und ihren Mut. Vor allem aber liebe ich sie zusammen mit ihrem Partner, so gegensätzlich und doch so passend! Hach, ich kann gar nicht genug bekommen von den beiden. Bis mein Herz gebrochen wurde.. Wie kann es nur immer so sein? Doch gerade das, diese Emotionalität, die allein mit Buchstaben und Worten transportiert werden kann, liebe ich so am Lesen. Und ‚Game of Gold‘ habe ich ganz fest in mein Herz geschlossen. Und das Buch konnte mich letzten Endes derart überzeugen, dass ich den schleppenden Start vergessen kann. Band 2 wird gleich nachgelegt. 5 Sterne!

Klappentext

Niemand darf erfahren, dass Lou eine Hexe ist. Denn sie will weder auf dem Scheiterhaufen enden noch auf dem Opferalter der mächtigen Weißen Hexe, die sie sucht. Um sich im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar machen zu können, stiehlt Lou einen magischen Ring. Leider wird sie dabei ausgerechnet vom Hexenjäger Reid entdeckt. Zwar gelingt es ihr, ihre wahre Identität vor ihm zu verbergen, aber entkommen kann sie ihm nicht. Denn der Erzbischof befiehlt den beiden, zu heiraten. Plötzlich findet sich Lou als Frau eines Hexenjägers wieder, dem sie zudem gegen ihren Willen immer näher kommt …

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Bibliographie

Dragonfly
Band 1 von 3
Originaltitel: Serpent & Dove
Autor*in: Shelby Mahurin
Übersetzt von Peter Klöss
ET: 31.01.2020
Seiten: 448
Altersempfehlung: 14
ISBN: 9783748800200

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