Rezensionen

Brian McClellan: Die Powder-Mage-Chroniken 1 – Blutschwur

Was hat dieser Reihenauftakt Spaß gemacht. Nicht nur die Welt, auch die Magie, die Charaktere und der Plot. Hier hat für mich fast alles gestimmt.
Die Welt erinnert an ein Europa des 19. Jahrhunderts, eine Zeit voller revolutionärer Veränderungen. Industrialisierung, Menschenrechte, Demokratie und Marktwirtschaft sind nur ein paar der Schlagwörter, die man mit den Jahren ab 1800 in Verbindung bringt. Eine wirklich interessante Ausgangssituation, um einen Fantasyroman spielen zu lassen.
Dazu kommt die wirklich innovative Idee eines Magiesystems: Pulvermagier*innen erlangen besondere Fähigkeiten, wie z.B. erhöhte Konzentration, indem sie Schwarzpulver schnupfen. Klingt erst mal ungewohnt, ist aber toll umgesetzt und macht richtig Spaß.
Das liegt aber auch an den Charakteren, die toll beschrieben sind, nicht immer sympathisch, nicht fehlerlos, aber dabei immer authentisch und auf jeden Fall vielschichtig und lebendig. Einzig die Frauenrollen kommen etwas zu kurz, ich hoffe, das ändert sich im Laufe der Reihe noch!
Dazu noch ein spannender Plot passend zu Demokratie, Bürger- bzw. Menschenrechten, Industrialisierung und viele Details zur Abrundung und Vertiefung der Welt. Et voilà: Fantasy, ziemlich ungewöhnlich, aber ziemlich cool. Auf jeden Fall empfehlenswert! 4,5 Sterne. 

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Die Powder-Mage-Trilogie bietet epische Fantasy in einer von den Umbrüchen Europas im 19. Jahrhundert inspirierten Welt.

Schwerter wurden durch Musketen und Pistolen ersetzt, Leibeigene sind in Gewerkschaften organisiert und die alten Regeln der Magie werden durch Pulvermagier herausgefordert: eine Zunft von Scharfschützen, die durch das Schnupfen von Schwarzpulver außerordentliche Fähigkeiten erhält.

Eine Mischung aus Brandon Sanderson mit einem Hauch Naomi Novik.

Erschienen bei Cross Cult
Band 1 von 3
Autor*in: Brian McClellan
Übersetzt von Stephanie Pannen
ET: 17.10.2018
Seiten: 630
ISBN: 978-3-95981-668-7

Eine Bestellmöglichkeit und einen Blick ins Buch gibt’s hier

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